Ein echtes Evergreen ist der Schwank „Der verkaufte Großvater“

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Ein echtes Evergreen ist der Schwank „Der verkaufte Großvater“ auf der Clingenburg in bayerischer Mundart.

In schnellem Tempo entfaltete sich die Handlung und sorgte immer wieder für ausgelassene Stimmung im Publikum.

Der Großvater ist ein ständiges Ärgernis auf dem Hof des Bauern Kreithofer und hat nur Schabernack im Kopf, so dass es sogar der reschen Magd Zenz zu viel wird und sie ihren Dienst quittiert. Dabei kostet die Verpflegung des Großvaters dem Bauern auch noch viel Geld. Da er gerade eine Hypothek abzulösen hat, kommt ihm der überraschende Besuch des reichen Haslingers gerade recht, denn der erklärt, dass auch er gern einen Großvater hätte und bietet an, ihn für 1000 Mark zu abzukaufen. Bald aber stellt sich heraus, dass es Haslinger auf das angebliche Erbe des Großvaters abgesehen hat. Doch da hat er die Rechnung ohne den Großvater gemacht: Der Alte durchschaut das Spiel, nutzt nach Strich und Faden die Habgier des Haslingers aus und lässt sich von ihm und seiner Frau Nanni verwöhnen. Auch will er aus seinem Enkelsohn Lois und der Haslinger-Tochter Ev ein Paar machen.

Als jedoch ein Brief auftaucht, aus dem hervorgeht, dass der Großvater gar keine Häuser besitzt, kippt die Stimmung: Der Großvater wird aus der guten Stube verbannt und muss Stallarbeit verrichten. Ausgekocht, wie er ist, schafft es Haslinger, dass der Kreithofer den Großvater zurückkauft – mit Gewinn versteht sich. Er hat sich jedoch zu früh gefreut, denn der Alte erweist sich als noch größerer Spitzbube: Er besitzt tatsächlich zwei Häuser und hat den Brief selbst geschrieben, um Haslinger als Heuchler bloßzustellen. Am Ende bekommt der Lois seine Ev, Kreithofer kann seine Schulden bezahlen, und nur Haslinger steht ganz schön dumm da.

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