Neuer Intendant – Wolfgang Hofmann

Wolfgang Hofmann ist in Worms geboren und von einer mehrjährigen Unterbrechung, die ihn und seine Familie ins Ruhrgebiet führte, abgesehen, in einem Dorf in der Pfalz aufgewachsen.

Nach dem Abitur begann er ein Studium der Philosophie, Rhetorik und Theologie an der Universität Tübingen. 1982 wurde an der Universität Gießen der Studiengang der angewandten Theaterwissenschaft gegründet, dort nahm Wolfgang Hofmann das Studium auf. Nach Walter Jens, Rüdiger Bubner und Walter Kasper in Tübingen, lernte und studierte er bei George Tabori, Heiner Müller und Adolf Dresen. Die Begegnung mit diesen Menschen hat ihn nach eigenen Aussagen persönlich und beruflich geprägt.

Nach dem Examen folgte ein Engagement als Regieassistent an das von Peter Stoltzenberg geleitete Theater der Stadt Heidelberg. Bereits im zweiten Jahr dieser Verpflichtung, verantwortete Wolfgang Hofmann drei eigene Inszenierungen. Nach einem weiteren Jahr freier Regietätigkeit wurde er zum festen Hausregisseur berufen. Nach sieben Jahren in dieser Position folgten wieder Jahre als freier Regisseur, bevor dann das Angebot kam, Oberspielleiter für das Schauspiel am Stadttheater Bremerhaven zu werden.

Nach acht Jahren in Bremerhaven folgten wieder freie Tätigkeiten u.a. beim Stadttheater in Oldenburg, Braunschweig und Darmstadt, Lübeck, Wilhelmshaven, Gießen und Bremen, Würzburg, Hildesheim, Stuttgart und Frankfurt. Immer wieder und vermehrt konnte Wolfgang Hofmann auch Musiktheater inszenieren und die Erfahrung von Theater im Freien machen.

„Die Arbeit außerhalb eines festgebauten, mit allen technischen Mitteln (und Hilfsmitteln) versehenen Theaterhauses hat mich unmittelbar fasziniert. Und sofern es Zeit und Kraft – und natürlich ein entsprechendes Angebot eines Intendanten – zuließen, habe ich die Gelegenheit ergriffen, Theater im Freien umzusetzen“, so Wolfgang Hofmann.

Ob bei den Schloss-Festspielen Neersen, auf dem Burgplatz zu Braunschweig, in der Stiftsruine Bad Hersfeld oder auf der Götzenburg in Jagsthausen, er hat dieses Außergewöhnliche, Besondere immer genossen: Wolfgang Hofmann: „Wenn die Vorstellung bei spätem Tageslicht beginnt und in der Dunkelheit endet; wenn dann Scheinwerfer das Geschehen kenntlich machen, während die Umgebung im Nächtlichen von Minute zu Minute unschärfer wird; wenn der Wind zum Mitspieler wird, die untergehende Sonne, der Mond, die Sterne, das Firmament…..“