Wolfgang Hofmann

Regieteam

Ich bin in Worms geboren und, von einer mehrjährigen Unterbrechung abgesehen, die mich und meine Familie ins Ruhrgebiet führte, in einem Dorf in der Pfalz aufgewachsen.

Nach dem Abitur begann ich ein Studium der Philosophie, Rhetorik und Theologie an der Universität Tübingen. 1982 wurde an der Universität Gießen der Studiengang der angewandten Theaterwissenschaft gegründet und ich hatte das Glück, dieses Studium aufnehmen zu können.

Im Anschluss an mein Examen wurde ich als Regieassistent an das von Peter Stoltzenberg geleitete Theater der Stadt Heidelberg engagiert. Glückliche Umstände führten dazu, dass ich bereits im zweiten Jahr meines Engagements drei eigene Inszenierungen verantworten durfte. Schon nach einem Jahr freier Regietätigkeit wurde ich zum festen Hausregisseur berufen. Sieben Jahre hatte ich diese Position inne.

Dann bekam ich das Angebot, Oberspielleiter für das Schauspiel am Stadttheater Bremerhaven zu werden. Nach acht Jahren in diesem Amt führte mich meine wieder freie Tätigkeit als Regisseur u.a. an Staats- und Stadttheater in Oldenburg, Braunschweig und Darmstadt, nach Lübeck, Wilhelmshaven, Gießen und Bremen, nach Würzburg, Hildesheim, Stuttgart und Frankfurt. Immer wieder und vermehrt konnte ich auch Musiktheater inszenieren – und ich durfte die Erfahrung von und mit Theater im Freien machen.

Die Arbeit außerhalb eines festgebauten, mit allen technischen Mitteln versehenen Theaterhauses hat mich unmittelbar fasziniert. Und sofern es Zeit und Kraft – und natürlich ein entsprechendes Angebot eines Intendanten – zuließen, habe ich die Gelegenheit ergriffen, Theater unter freiem Himmel umzusetzen.

Ob bei den Schlossfestspielen Neersen, auf dem Burgplatz zu Braunschweig, in der Stiftsruine Bad Hersfeld oder der Götzenburg in Jagsthausen, ich habe dieses Außergewöhnliche und Besondere immer sehr genossen: Wenn die Vorstellung bei spätem Tageslicht beginnt und in der Dunkelheit endet; wenn dann Scheinwerfer das Geschehen kenntlich machen, während die Umgebung im Nächtlichen von Minute zu Minute unschärfer wird; wenn der Wind zum Mitspieler wird, die untergehende Sonne, der Mond, die Sterne, das Firmament…